SEVENSTAX TCP

Das Transmission Control Protocol (TCP) ist neben UDP und IP das am häufigsten verwendete und wichtigste Protokoll zur Datenübertragung im Internet/Intranet. Es ist ein zuverlässiges und verbindungsorientiertes Protokoll, das eine virtuelle Leitung zwischen zwei Teilnehmern erzeugt und einen Datenstrom (in-order delivery) ermöglicht. Bei der bidirektionalen Datenübertragung werden Datenverluste erkannt und behoben. Weiterhin werden Überlastungen des Netzwerks und der Hosts erkannt und verhindert (Congestion control, flow control). Eingesetzt wird das TCP z.B. für Webserver (HTTP), E-Mail (SMTP, POP3), Web-Services (XML/SOAP) und Telnet.

Die äußerst effiziente SEVENSTAX-Implementation unterstützt folgende Funktionen:

  • Basisfunktionen entsprechend RFC 675, RFC793, RFC 1323
  • Prüfsummen nach RFC 1071
  • TCP-Extensions nach RFC 1323
  • Fehlerkorrektur-Algorithmen (RFC1122)
  • gleichzeitiger Betrieb von TCP-Server- und -Client-Mode
  • keine Limitierung der Anzahl gleichzeitiger Verbindungen
  • vollständige Frame-Size-Kontrolle (TCP-Segmentation nach RFC 879)
  • Sliding-Window-Technik (RFC 793)
  • Keep-Alive-Pakete nach RFC 1122
  • Schutz vor „Sequence Number Attacks“ nach RFC 1948

Das SEVENSTAX TCP wurde speziell für die Bedürfnisse von embedded Systemen designed. Es lässt sich in großem Umfang auf die Anwendungen skalieren (Größe, Performance, Funktionsumfang, Sicherheit). Natürlich arbeitet auch das SEVENSTAX TCP nach dem „Zero Copy“-Konzept. Einen besonderen Wert wurde auf einen hohen Datendurchsatz bei geringem Ressourcenverbrauch gelegt.

SEVENSTAX UDP

Das User Datagram Protocol (UDP) stellt einen primären Mechanismus zur Übertragung von Datenpaketen zwischen Anwendungen bereit. Es wird überwiegend für Anwendungen und Services mit kleinen Datenmengen und für Streaming genutzt. Das UDP dient zum Beispiel den Diensten DNS, TFTP, SNMP, Peer-to-Peer als Transportprotokoll.

Das SEVENSTAX UDP bietet folgenden Funktionsumfa

  • Basisfunktionalität nach RFC 768
  • Server- und Client-Mode
  • maximale Anzahl gleichzeitiger UDP-Kommunikationsteilnehmer: 65535
  • unterstützt „Zero Checksum“-Pakete
  • Behandlung von „UDP flood attacks“

SEVENSTAX UDP Lite

Das Lightweight User Datagram Protocol (UDP-Lite) ist eine Variante des UDP-Protokolls. Der Unterschied zwischen beiden Protokollen besteht in der Checksummen-Prüfung. Im UDP-Lite wird nur über einen Teil des UDP-Paketes, meist den Header, die Checksumme berechnet. Dadurch erfolgt die Bearbeitung der Pakte auf embedded Systemen deutlich schneller. Eingesetzt wird UDP-Lite in Systemen, in denen kleine Übertragungsfehler tolerierbar sind und eine Wiederholung der Daten problematisch ist. Wenn zum Beispiel kontinuierlich Messdaten übertragen werden, kann ein einzelner fehlerhafter Messwert durch Filter und Interpolation korrigiert werden. Im Standard-UDP wird dagegen das gesamte Pakte verworfen.

Ein weiterer Anwendungsfall besteht für kleine embedded Systeme mit einer Datenüberprüfung in den darunter liegenden Schichten, zum Beispiel die CRC-Überprüfung von Ethernet-Paketen. Dadurch kann Rechenzeit eingespart werden.