SEVENSTAX IPv4

Basis der gesamten Internet-Kommunikation und daher das wichtigste Protokoll ist das „Internet Protocol“ (IP). Es wurde im Jahre 1981 entwickelt und ist in dieser Form, Internet Protocol Version 4 (IPv4), am meisten verbreitet.

Das SEVENSTAX IPv4 beinhaltet die Standards für die Netzwerkschicht des OSI-Modells und regelt die Adressierung und das Routing von Datenpaketen im Netzwerk. Die SEVENSTAX IPv4-Implementation enthält:

  • Senden und Empfang von IPv4-Paketen (RFC 791)
  • vorbereitete IPv4 lower-layer-protocol-API (für PPP/Ethernet)
  • Subnetzmaske mit CIDR-Blöcken (Classless Inter-Domain Routing, RFC 1518 und RFC 1519)
  • IP-Fragmentierung nach RFC 791 und Reassembly nach RFC 815

Die IP-Fragmentierung gewinnt in den letzten Jahren besonders durch die Einführung von Gigabit-Netzwerken wieder an Bedeutung. Weiterhin ist die IP-Fragmentierung beim Senden und Empfang von großen UDP-Paketen notwendig.

Das SEVENSTAX IPv4-Modul ist in zwei Varianten erhältlich. Die Single-Device-Variante wurde für den Einsatz in embedded Systemen mit einem Netzwerk-Interface entwickelt. Das IPv4 Multi-Device unterstützt eine beliebige Anzahl von Netzwerkschnittstellen und schafft die Voraussetzungen für Routing.

SEVENSTAX IPv4 - Single Device

Das SEVENSTAX IPv4 Single Device ist für den Einsatz in klassischen "Single Homed Hosts" entwickelt. Jedes embedded System hat genau ein Interface mit einer Host-Adresse und einem Netzwerk. Daher verfügt jedes Gerät über eine IP-Adresse, eine Netzwerkmaske und eine Gateway-Adresse. Die Parameter können manuell oder automatisch über Zusatzprotokolle (PPP, DHCP, Auto-IP) gesetzt werden. IP-Adressen und -Netzwerke werden vor dem Setzen auf Gültigkeit und Zuordnung (siehe RFC 3330) überprüft.

SEVENSTAX IPv4 - Multi Device

Beim SEVENSTAX IPv4 Muti Device kann ein embedded System mehrere Interfaces besitzen ("Multi Homed Host"). Alle Interfaces sind unabhängig und gleichwertig. Die Interfaces können über eine oder mehrere Ethernet-Schnittstellen und/oder eine oder mehrere PPP-Schnittstellen (GSM/GPRS, Modem, RS232) angebunden werden. Jedes Interface besitzt eine IP-Adresse. Weiterhin besitzt das IP-Modul eine Routingtabelle. Die IP-Adresse der Schnittstellen und die Routing-Einträge werden entweder manuell gesetzt, oder von DHCP, Auto-IP, PPP (bzw. IPCP - Internet Protocol Control Protocol) übernommen. IP-Adressen und Netzwerke werden vor dem Setzen auf Gültigkeit und Zuordnung (siehe RFC 3330) überprüft.

Netzwerk-Konflikte werden an das SEVENSTAX ICMP (Internet Control Message Protocol) weitergeleitet.

Entsprechend der IPv4-Spezifikation überträgt das SEVENSTAX Multi Device IP-Modul selbst keine Pakete von einem Interface zu einem anderen Interface. Diese Aufgabe wird vom SEVENSTAX IP-Forwarding und dem SEVENSTAX Twice-NAT übernommen.